Zahnspangen
In der Kieferorthopädie kommen herausnehmbare und festsitzende Zahnspangen zum Einsatz, die recht unterschiedliche Aufgaben haben:
• Lingualtechnik (Foto)- man sieht gar nichts mehr. Hier werden die Brackets an der Innenseite der Zähne befestigt, d. h. die Zahnspange ist unsichtbar. Diese sehr ästhetische Technik empfiehlt sich besonders für Erwachsene, denen eine „zahnspangenloses“ Erscheinungsbild wichtig ist.
• Herausnehmbare Geräte eignen sich vorwiegend zur Korrektur der Lage der Kiefer zueinander und zum Beschaffen von Platz bei Engständen.
• Festsitzende Zahnspangen werden meistens eingesetzt, um Zähne ganz genau an Ihre richtige Position im Zahnbogen einzustellen. Sie können hervorragend Zähne drehen, Lücken öffnen oder schließen, also Zähne „in Reih und Glied“ bringen. Diese Zahnspangen sind auch in Zahnfarbe, d.h. unauffällig, erhältlich.
• Eine alternative Zahnspange stellen die sogenannten Aligner dar, nahezu unsichtbare Kunststoffschienen, mit denen vor allem Erwachsene oder Jugendliche mit abgeschlossenem Zahnwechsel behandelt werden können.
Im Notfall
Einen „richtigen“ Notfall gibt es bei Zahnspangen eigentlich nicht. Sollte sich ein Bracket, ein Band oder der Drahtbogen gelockert haben, ist es notwendig, sich mit uns in Verbindung zu setzen und einen Termin zu vereinbaren. Oftmals ist es ausreichend, wenn das Bracket beim nächsten Kontrolltermin wieder befestigt wird. Meistens hängt es noch durch das Gummi am Bogen fest und stört kaum.
Eine Ausnahme bilden sog. TPA, Pendulum, GNE oder Quad-Helix (Bögen, die quer über den Gaumen verlaufen). Diese können sich in seltenen Fällen in der Mundschleimhaut verhaken. In diesem besonderen Fall sollte unmittelbar ein Termin in der Praxis vereinbart werden.
Am Wochenende wäre dafür der zahnärztliche Notdienst (Tel.: 0234/770055), während der Praxisferien wochentags der auf dem Anrufbeantworter genannte Vertreter zuständig.